Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Montag, 27. Juli 2015

Buch-Blogger gesucht für Blogtour und Rezensionsexemplare

Die Autorin "Felizitas Montforts" sucht für ihr neu erscheinendes Kinder- und Jugendbuch "Lulea und ihre Vertrauten" noch nach interessierten Buchbloggern für eine Blogtour und hat auch noch einige Rezensionsexemplare zu vergeben. Aber lest selbst:

Lieber Buch-Blogger,
am 13.08.2015 ist es so weit, mein Fantasy Abenteuer »Lulea und ihre Vertrauten« erscheint als eBook. Nun brauche ich Euch!
Ich suche mehrere begeisterte Leseratten für eine Blogtour und habe zusätzlich zehn eBooks für Euch, die Ihr bereits vor dem Erscheinen lesen dürft. Meine einzige Bitte ist, dass die Rezension bis zum 13.08.2015 auf Eurem Blog und bei Amazon erscheint. Bei Interesse schreibt mir bitte eine PN. Ganz wichtig! Schreibt bitte dabei, ob Ihr Interesse an der Blogtour oder an den Rezensionsexemplaren habt.

Bewerben könnt Ihr Euch bis zum 01.08.2015.



Die Printausgabe wird ca. 180 Seiten haben. Das Buch wurde von Lydia Pollakowski illustriert und wird für ab 10 Jahre empfohlen.

Kontaktmöglichkeiten:

Donnerstag, 23. Juli 2015

Vorstellung: Marlies Lüer und ihre Drachenschwert-Trilogie

Schon seit der erste Band der Drachenschwert-Trilogie ("Midirs Sohn") erschienen ist, habe ich diese Autorin auf dem Schirm. Die Mischung aus Fantasy, fremden Welten verwoben in Geschichte, Elben und einem Schuss Liebe hat mich sofort neugierig gemacht. Da ich jedoch Trilogien - wie Reihen - gerne vollständig habe bevor ich zu lesen anfange, hieß es warten. Inzwischen ist mit "Erdsängerin" bereits der zweite und mit "Schwertgeist" jüngst (17. Juli) endlich auch der Abschluss der Trilogie erschienen. Zu diesem besonderen Anlass gibt es ab morgen (den 24. Juli) den ersten Band als eBook zum Sonderpreis von nur 99cent.

Schottland 1862. Es ist die Nacht auf Samhain, als ein Elbenkrieger unfreiwillig auf der Erde strandet. Feuer und Steinwürfe sind sein Willkommen. Er, der weder Hunger noch Kälte je am eigenen Leib erfahren hatte, sucht Zuflucht im Wirtshaus "Zum Weißen Schwan". Der Name, ein gutes Omen? Schon einmal in seinem Leben spielte ein weißer Schwan eine wichtige Rolle. Und tatsächlich, das Wirtshaus gehört einer alten Freundin. Sie gewährt ihm Schutz. Doch es ist ausgerechnet das von ihm ersehnte Erwachen der Liebe, das dazu führt, dass er bald wieder auf der Flucht ist. Der Drache in ihm erwacht! Fluch oder Segen?

»kaufen«

Da ich das Glück hatte, die Autorin über Facebook kennen zu lernen, bekam ich die einmalige Möglichkeit für ein kleines Interview mit ihr, das ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

1. Wie bist du seiner Zeit auf die Idee zu „Midirs Sohn“ dem ersten Band und der Reihe gekommen? Was hat dich inspiriert?

Es begann alles mit der Geschichte um die elfjährige Celia, das Waisenkind, das Anfang des 19 Jh. als billige Arbeitskraft zu Lord Campbell vermittelt wurde. Im Herrenhaus von Mylord begegnet sie einer sehr seltsamen Frau, die eine Vorliebe für Wasser und Algen hat. Von ihr wird erwartet, dass sie sich um die scheinbar verwirrte junge Lady kümmert und nebenbei den alten Hausherrn versorgt. Allein das ist schon eine Überforderung für das Kind, doch als dann auch noch eine „Feuerratte“ auftaucht, die sich als etwas schier Unglaubliches entpuppt … tja, da nimmt die Geschichte dann so richtig an Fahrt auf und der Leser findet sich unvermittelt in der Anderwelt wieder.

Es war gar nicht geplant, dass aus dieser kleinen Erzählung ein ganzer Roman („Midirs Sohn“) wird, geschweige denn eine Trilogie!

Aber wie das Leben so spielt! Meine liebe Freundin Susi aus Österreich fragte mich, ob es noch mehr gäbe von der Welt Magiyamusa und dem Elben Fearghas und Celia. Ich lauschte in mich hinein und spürte, dass im Quell aller Geschichten noch Vieles wartete, was zwischen zwei Buchdeckel wollte. So entstand letztlich der Roman Midirs Sohn.

Der Folgeband Erdsängerin entstand, weil ich selber wissen wollte, was aus der kleinen Tibby wird. Die Erzählung macht in diesem Buch einen großen Zeitsprung in die Mitte des 20. Jh. Der Leser lernt die junge Isabella Rosehill kennen, deren Spitzname „Tibby“ ist (denn das ist die schottische Kurzform von Isabella). An ihrem 18. Geburtstag bekommt sie eine Kiste überreicht, prall gefüllt mit Artefakten und Geheimnissen aus der Vergangenheit, auch ein Tagebuch der ersten Tibby dieser Blutlinie ist darunter. Und so macht sie sich auf, das Familiengeheimnis zu ergründen und sich ihre persönliche Freiheit zu erkämpfen. Das war für mich eine tolle Erfahrung, die Entwicklung dieser Buchfigur mitzuerleben. Und ich lernte auch die Ahnin der Erdsängerinnen besser kennen, denn sie (ich) hat Tagebuch geschrieben, was für die Tibby der Gegenwart eine große Hilfe und Offenbarung war.

2. Hast du ein Ritual, wenn du an einem Buch schreibst oder einen besonderen Platz, an dem dir das Schreiben leichter fällt?

Ich schreibe immer am PC im Wohnzimmer. Manche Vorarbeiten allerdings muss ich vom Bett aus machen, denn lästigerweise kommen oft Ideen/Bilder wenn ich kurz vorm Einschlafen bin. Das ist aber typisch für Kreative. Wenn die Außenwelt durch Dunkelheit und Stille „verschwindet“, öffnet sich das Tor zur inneren Welt. Tja, dann mache ich eben die Nachttischlampe an, greife zum Bleistift und Block, mache meine Notizen und verarbeite das dann am nächsten Tag am PC.

Ein richtiges „Schreib-Ritual“ habe ich in dem Sinne nicht, aber in der Winterzeit ist es schön, wenn ich mir eine Kerze dazu anmache.

3. Welcher deiner Charaktere aus der Drachenschwert-Trilogie ist dir am meisten ans Herz gewachsen??

Es ist Fearghas, der blauhaarige Elb. Der arme Kerl wird so viel herumgestoßen und macht einiges durch. Aber immer aufs Neue beweist er seine Liebe zum Leben, er ist ein ehrenwerter, grundehrlicher Mann, auf ihn ist Verlass. Ich kann an dieser Stelle so viel verraten, ohne zu spoilern, dass ich als Autorin „alles wieder gut mache“, und er seine Belohnung bekommt. Das habe ich so richtig gern getan!

Aber da ist noch ein Charakter, knuffig und geheimnisvoll. Ich liebe das Wulliwusch!


4. Wird es wirklich bei drei Bänden bleiben oder wird es eventuell ein Wiedersehen in einem vierten Band oder einer Kurzgeschichte geben?

Definitiv bleibt es bei drei Bänden. Trilogie ist Trilogie, da beißt keine Maus den Faden ab und die Autorin auch nicht ;-) Allerdings lässt mich die Magiyamusa-Welt nicht wirklich los. Darum will ich nächstes Jahr eine Art Märchenbuch herausbringen. In der Anderwelt tummeln sich so viele interessante und liebenswerte Wesen. Deren Geschichten wollen auch erzählt werden. Auf diese vergnügliche Arbeit freue ich mich schon. Das ist auch nicht so anstrengend, wie einen ganzen Roman zu schreiben, geschweige denn eine Trilogie, wo von vorn bis hinten jede Einzelheit stimmen muss.

5. Wie lange arbeitest du durchschnittlich, bis du die erste Rohfassung eines Romanes fertig hast?

Wenn du mit Rohfassung das meinst, was da vor der Korrektur etc. auf dem „Papier“ steht – das ist unterschiedlich. Das geht von Monaten bis zu über einem Jahr. Die allererste Rohfassung entsteht aber nur im Kopf, schwirrt da rum, bis sie reif ist, erzählt zu werden. Und das sind manchmal nur Minuten, manchmal reift das auch monatelang im Hintergrund. In der Tat habe ich seit ca. 2 Jahren einen einzigartigen Fantasyroman da in mir rumschwirren. Immer öfter kommen Schnipsel (Schlüsselszenen) an die Oberfläche meines Bewusstseins – und werden dann sofort zu Papier gebracht. Den will ich in 2016 schreiben.

6. Die Schauplätze in deinen Büchern, welche könnte man in echt besuchen?

Oh, tolle Frage! Also: London, Edinburgh, Glasgow, die Highlands … Das wären die Orte der Drachenschwert-Trilogie, die man in tatsächlich besuchen kann. Glenmoran Castle, Tincraig und Devilhenge allerdings sind rein fiktiv.
Viel leichter besuchen kann man Hannover (der Ort meines ersten Lese-Adventskalenders), was übrigens meine Geburtsstadt ist, und Strümpfelbach (Baden-Württemberg), der Ort der Lindenhaus-Reihe (Miras Welt, Engelshauch und Kaffeeduft / Melissas Welt, Bienenflüstern und Drachenraunen – der dritte Band steht noch aus)

7. Gibt es eine Figur in deinen Romanen mit der du am liebsten tauschen würdest?

Über diese interessante Frage habe ich gründlich nachgedacht und kam zu dem Schluss: Es gibt keine.
Die Schöpferin von Welten und Figuren zu sein ist viel befriedigender.

8. Und zu guter Letzt: Welchen Tipp kannst du engagierten Nachwuchsautoren mit auf den Weg geben?

Geduld zu haben! Fleißig zu sein! Gute Arbeit abzuliefern. Lernen! Immer wieder von Anderen lernen, wie man es macht oder besser nicht macht. Sich mit Gleichgesinnten vernetzen ist sehr wichtig. Allein ist es kaum zu schaffen. Nutzt soziale Netzwerke wie z.B. Facebook. Wenn eure Rechtschreibung nicht top ist – gönnt eurem Buch ein Lektorat und Korrektorat. Und wenn ihr dafür vorher erst jobben oder sparen müsst! Nichts verdirbt eine gute Geschichte und den Lesespaß mehr, als viele Fehler. Selbiges gilt für das Cover. Wenn ihr nicht zufällig Grafiker oder supertalentiert seid, lasst die Finger davon! Gebt das in gute Hände.

[Autorenhomepage von Marlies Lüer: »http://silberworte.de«]
..................................................................................................

Alle drei Bände der "Drachenschwert-Trilogie" gibt es übrigens auch als gedrucktes Buch zu je 12,90€. Also sogar für Nostalgiker geeignet, die gerne gute Bücher abklopfen und beschnüffeln. ;)

Neugierig geworden??? Marlies Lüers Bücher findet ihr direkt unter diesem Link, der euch zu Amazon weiterleitet. Dort könnt ihr all ihre Werke als eBook oder Taschenbuch erstehen: »Shoppen bei Amazon«

Donnerstag, 16. Juli 2015

Neues Layout oder kein neues Layout, das ist hier die Frage!

Beinahe ein Jahr gibt es nun schon dieses schlichte Layout in meiner Lieblingsfarbe. Seit einiger Zeit bin ich am Grübeln, ob es wohl Zeit wird für ein neues? Die Farben würde ich gerne beibehalten, ansonsten mal schaun was raus kommt. Was meint ihr???

Vielleicht etwas mit mehr Büchern??? Der Aufbau event. etwas anders???? Ich bin mir absolut unschlüssig was ich machen soll. Tipps, Vorschläge, Meinungen, dann her damit!?

Mittwoch, 15. Juli 2015

Neuzugänge Mai bis Juli

Von Mitte Mai bis Mitte Juli hatte ich diese Neuzugänge zu verbuchen. Sind im Vergleich zu sonst wirklich nicht viele:

Flavia de Luce Bd. 3 - Halunken, Tod und Teufel von Alan Bradley *
Madison Mayfield - Die Augen des Bösen von Rainer M. Schröder
Flavia de Luce B. 2 - Mord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley *
Die Muschelöffnerin von Sarah Waters
Haus der Geister von John Boyne *
Taberna Libraria Bd. 1 - Die magische Schriftrolle von Dana S. Eliott
Elfenseele - Hinter dem Augenblick von Michelle Harrison
Die Hexe - Schwestern des Mondes Bd. 1 von Yasmine Galenorn
Vom Dämon versucht von Diana Rowland
Geheimakte Joshua Bd. 1 - Die unsichtbare Stadt von Maria Harris
Flavia de Luce Bd. 4 - Vorhang auf für eine Leiche von Alan Bradley *
Voodoo von Nick Stone
Federleicht Bd. 1 - Wie fallender Schnee von Marah Woolf

Auf dieses Schätzchen habe ich seit März gewartet. Diese Zeichnerin schaft es Glori so aussehen 
zu lassen, wie man ihn sich während dem Lesen von LotR vorstellt. ;)

A journey through illustrations von Magali Villeneuve *
Totenstimmen von Amanda Stevens *
Lavendelbitter von Elinor Bicks *
Schönheitsfehler - Kater Socke ermittelt von Heike Wolpert *
Das Silmarillion von J.R.R. Tolkien (Hörbuch)
Wolfsblut von Jack London
Im Reich des goldenen Drachen von Isabel Allende
Erwartung von Jussi Adler-Olsen
Die Verschworenen (Eleria-Trilogie 2) von Ursula Poznanski

Vor meinem MRT Termin war ich kurz bei Weltbild und konnte dort diese beiden 
Schnäppchen schlagen. Jetzt fehlt mir von Frau Poznanski nur noch Band 1 und 3. 
Wer will die loswerden???

* bereits gelesen

Dienstag, 14. Juli 2015

Zwischenstand

Wieder Krankhaus und jetzt Sommergrippe. Das ist wirklich nicht mein Jahr. Zu meiner Verteidigung, alle Rezi.Exemplare sind bereits gelesen und werden dieser Tage hochgeladen. Neuzugänge gab es nicht viele, was ich nicht nur dem Poststreik zu verdanken habe, sondern auch der Tatsache, dass ich schlicht keine Zeit hatte für Flohmärkte oder Antiquariate. Durfte kein Auto fahren. Dafür hab ich doch einiges gelesen, wenn mich nicht gerade die Medis niedergestreckt haben:

Mai 2015: 
Die geheime Sammlung von Polly Shulman
Die Seele der Elben von Susanne Gerdom
Tödlicher Gesang - Tödliche Legenden Bd. 1 von Sonja Planitz
Flavia de Luce Bd. 1 - Mord im Gurkenbeet von Alan Bradley

Juni 2015:
Flavia de Luce Bd. 2 - Mord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley
Flavia de Luce Bd. 3 - Halunken, Tod & Teufel von Alan Bradley
Haus der Geister von John Boyne
Flavia de Luce Bd. 4 - Vorhang auf für eine Leiche von Alan Bradley
Flavia de Luce Bd. 5 - Schlussakkord für einen Mord von Alan Bradley
Totenstimmen (Amelia Gray Mysteries Bd. 3) von Amanda Stevens
Lavendelbitter von Elinor Bicks

Juli 2015: 
Schönheitsfehler - Kater Socke ermittelt von Heike Wolpert
Das Flüstern der Toten von Darynda Jones
Das zehnte Königreich von Kathryn Wesley - Reread
Verachtung von Jussi Adler-Olsen
Dünengrab von Sven Koch

Meine Neuzugänge gibt es dieser Tage auch noch! :D

Lavendelbitter von Elinor Bicks

Titel: Lavendelbitter - Ein Gartenkrimi
Autor: Elinor Bicks
Verlag: Gmeiner, Hardcover
Seiten: 349
ISBN: 3-8392-1643-5

»kaufen«

Rezension: Lore Kukuks letzte Verabredung wird tot aufgefunden. Am Tatort der unverkennbare Geruch nach Lavendel. Das reicht um Lore, die dorfbekannt für ihre Kräuterdrogen Experimente ist, in Verdacht zu bringen, denn ihr Leben säumen einige zweifelhafte Todesfälle. Nicht nur die Dorfbewohner sind schnell von einem neuen Kukusmord überzeugt, auch Grünschnabel und Ermittler Brenneisen sieht in ihr eine Hauptverdächtige. Zum Glück hat Kommisar Otto da noch ein Wörtchen mitzureden. So beginnen Ermittlungen, die nicht nur Lores Leben durcheinander wirbeln.

Sprachlich braucht der Roman eine ganze Weile, bis sich ein richtiger Lesefluss eingestellt hat. Auch mit den einzelnen Figuren wird man nur sehr langsam warm, wirklich sympathisch ist mir bis zum Schluß keiner geworden. Die ersten Kapitel handeln von soviel Gerüchen, Schweiß und anderen Ausdünstungen, dass es mich etwas geeckelt hat weiterzulesen. Nach etwa 150 Seiten kommt die Geschichte samt der trägen Akteure langsam etwas in die Gänge. Es werden immer wieder Rückblicke aus Lores Leben zwischen geschoben, die ihre aktuelle Situation unterstreichen. Der Lavendel ist dabei überall gegenwärtig. So fürchtet Lore sogar unter dem Lavendel in ihrem Garten sei ihr Großvater vergraben und mauert so bei den meisten Kontaktversuchen anderer, um dieses vermeintliche Geheimnis von Oma Kukuk zu schützen. Ihre Großmutter war eine waschechte Kräuterfrau und Lore, die nach deren Tod, Oma Kukuks Kräuterbuch findet, expirementierte in ihrer Studienzeit selbst etwas damit herum. Heraus kamen Drogen aus Tollkirschen und anderen Giftpflanzen ... bis es schließlich nicht nur einen Freund, sondern auch ihrem Verlobten das Leben kostete. Inzwischen lässt Lore deshalb die Finger von solchen Experimenten und lebt ihr Leben mehr oder weniger vor sich hin. Immer an ihrer Seite, ihre Kindheitsfreundin Edel, die zu ihr zu halten scheint und als einzige auf Lores Seite steht, als die ersten Verdächtigungen ausgesprochen werden. Sie scheut auch nicht vor einem falschen Alibi zurück, nutzt es jedoch später gegen Lore.

Edel ist einem von Anfang an suspekt, verhält sich Lore gegenüber im Laufe des Roman immer überheblicher und reiht sich damit perfekt in das Kabinett der Trauerfiguren aus dem Roman ein. Brenneisen ist zu arrogant und voreingenommen gegenüber anderen, um den Hauch von Sympathie auszulösen. Lore bleibt blass, man würde sie hin und wieder gerne wachschütteln oder ohrfeigen. Außerdem macht sie sich nicht gerade mit Tierliebe beliebt, ihr Schicksal kümmert einen deshalb nur bedingt. Allein Otto hat seine Momente, wenn er sich nicht gerade als Stalker seiner Ex betätigt oder seinen Hund bei brütender Hitze im Auto zurücklässt, aber dazu später mehr. Die Ermittlungen selbst lassen nicht wirklich Spannung aufkommen, sind jedoch recht interessant. An echtem Kräuterwissen, konnte ich bis auf die Drogengeschichte leider nichts erkennen. Die Autorin bringt es sogar fertig dem Lavendel Eigenschaften anzudichten, die er nicht hat. Als gäbe es keine interessanten Giftpflanzen, die diese Rolle real übernehmen hätten können. Schade!
Einige Ansätze, die während der Ermittlungen von Otto und Brenneisen erkennbar werden, machen es wirklich schwer zu erraten, wer der Täter sein könnte. Das wurde geschickt gemacht und hält so ein gewisses Maß an „ich will weiterlesen“ aufrecht. Zum Schluss muss man sogar feststellen, dass man total auf dem Holzweg war. Es hat mich wirklich überrascht, wie alles aufgelöst wurde, das war wirklich gelungen und stimmig. Leider wurde dafür ein Fantasie-Lavendel erfunden und das fand ich enttäuschend. Ohne diese erfundene Pflanze, wäre die ganze Geschichte nicht auflösbar gewesen. Dabei rühmt sich die Autorin damit, sich in die Materie der Kräuterkunde vergraben zu haben.

Der Krimi hat wirklich einige Defizite, neben fehlender Spannung, unsympathischen Figuren und inhaltlichen Schwächen. Trotzdem reicht es noch, um einen am Weiterlesen zu halten und das Ende war überraschend, jedenfalls für mich. Dafür hätte ich sogar noch „3 Sterne“ vergeben mögen. Leider gibt es, abgesehen von zahlreichen Tieropfern, die vergiftet, eingeschläfert oder beinahe getreten werden auch noch eine Sache, die in meinen Augen absolut unverantwortlich ist. Der Ermittler Otto lässt nämlich einen seiner Hunde während einer Hitzewelle in seinem Auto zurück (Seite 270), um einen verdächtigen Laden zu untersuchen. Angesichts dessen, dass jedes Jahr zahlreiche Hunde qualvoll ums Leben kommen, weil sie in überhitzten Autos zurück gelassen werden, kann ich nicht verstehen, wie ein Verlag diese Szene nicht im Lektorat streichen konnte. Dass er die Scheiben runter dreht und das Auto im Schatten parkt, bringt in so einem Fall leider kaum etwas bis gar nichts. Ein Buch hat eine eindeutige Vorbildfunktion, da ist so etwas ein absolutes No-Go und dafür gibt es von mir die rote Karte und einen ganzen Stern Abzug. Daher nur 2 von 5 Sternen.

Wertung: