Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Sonntag, 31. August 2014

6. November 2014: The Zig-Zag Girl von Elly Griffiths

Am 6. November ist es endlich so weit. Ein neuer Roman aus der Feder von Elly Griffiths ist angekündigt. Dieses Mal jedoch kein Band aus der Ruth Galloway Reihe, sondern ein eigenständiger Roman bzw. der Beginn einer neuen Reihe, das wird sich wohl erst noch zeigen. Es wir sowohl als eBook, gebundene Ausgabe, als auch als Taschenbuch zu haben sein und erscheint bei Quercus Publishing, einem UK Verlagshaus. Bei Amazon ist es mit 384 Seiten angegeben.

Titel: The Zig-Zag Girl
Autor: Elly Griffiths

Verlag: Quercus Publishing
Seiten: 384
Sprache: Englisch (Original)

Inhalt (Quelle: quercusbooks.co.uk): Brighton, 1950 - When the body of a girl is found, cut into three, Detective Inspector Edgar Stephens is reminded of a magic trick, the Zig Zag Girl. The inventor of the trick, Max Mephisto, is an old friend of Edgar’s. They served together in the war as part of a shadowy unit called the Magic Men. Max is still on the circuit, touring seaside towns in the company of ventriloquists, sword-swallowers and dancing girls. Changing times mean that variety is not what it once was, yet Max is reluctant to leave this world to help Edgar investigate. But when the dead girl turns out to be known to him, Max changes his mind. 
Another death, another magic trick: Edgar and Max become convinced that the answer to the murders lies in their army days. When Edgar receives a letter warning of another ‘trick’, the Wolf Trap, he knows that they are all in the killer’s sights …

-> http://www.ellygriffiths.co.uk

Samstag, 30. August 2014

In mein überfülltes Bücherregal wandern ...

Juhu, auch heute gab es Post für mich. Dank Tauschgnom habe ich endlich "Hochzeitsküsse von Frauke Scheunemann". Hatte mir Band 3 sogar einmal aus Versehen doppelt gekauft, weil ich es mit diesem hier verwechselt hatte und nun ... endlich MEINS! Das bedeutet bald erfahre ich mehr von Dackelmischling Herkules und seinem Katerfreund. Leider legt der sympathische Dackel ja nach diesem Band erst einmal eine Pause ein, hoffe aber sehr, dass wir ihn irgendwann in einem fünften Band wieder sehen werden.
Dann wäre da noch der erste Night School Band, damit ich irgendwann auch mal meinen gewonnen vierten Band der Reihe lesen kann. Bin schon gespannt, ob es mir gefällt.


Übrigens, für alle Herkules und Herrn Beck Fans aus Frauke Scheunemanns Romanen, gibt es hier noch ein kleines Schmankerl. Eine Kurzgeschichte sozusagen: -> Fragen sie den Dackel

Weißer Oleander von Janet Fitch

Da ich endlich wieder die Sicherungsdatei meiner alten Rezensionsdatenbank gefunden habe, kann ich euch endlich auch einige meiner älteres Rezis präsentieren. Eines meines absoluten Lieblingsbücher ist mit darunter und ich möchte es euch nicht länger vorenthalten.


Titel: Weißer Oleander
Autor: Janet Fitch
Verlag: Lübbe, gebunden
Seiten: 511

Rezension: Als Astrids Mutter ihren Liebhaber aus Eifersucht ermordet, landet das junge Mädchen bei der Fürsorge. Doch schon in der ersten Familie kommt es erneut zu einem Drama. Und so wandert Astrid von Pflegefamilie zu Pflegefamilie, von Heim zu Heim. Nirgends scheint sie ihr Glück zu finden und als sie doch endlich einmal Geborgenheit und Liebe zu spüren bekommt, schaltet sich Astrids eifersüchtige Mutter ein, die selbst aus dem Gefängnis heraus noch das Leben ihrer Tochter beeinflusst. Doch dank der Liebe einer ihrer Pflegemütter lernt Astrid sich von der unheilvollen Anziehung ihrer Mutter zu lösen ...

Das Thema dieses Roman ist kein leichtes und doch liest es sich flüssig und spannend, was wohl an dem genialen Schreibstill der Autorin liegt. Es ist als würden ihre Worte Flügel bekommen. Sie hat eine Art die Dinge mit solch einer Kraft zu beschreiben, dass es teilweise schon sehr poetisch rüber kommt. Wunderschön! Die Geschichte ist gut durchdacht und recherchiert, man fühlt sich an die einzelnen Orte versetzt, fühlt mit den Charakteren, die so vielfältig und unterschiedlich sind, wie der Sand am Meer. Und immer, wenn man gerade denkt, das Blatt hat sich für die Hauptcharakterin Astrid gewendet, fällt man mit ihr, als es sich trotz allem wieder ins Gegenteil verkehrt. Astrid wächst im Laufe des gesamten Roman ständig über sich hinaus, während sie lernt zu überleben, zu lieben oder zu vertrauen!
Vieles ist ganz anders als im dazugehörigen Film. Teilweise viel aufrüttelnder, ernüchternder und nicht so verschönt, aber genau das macht das Buch noch um längen besser, als die Verfilmung!

Wertung:

Freitag, 29. August 2014

Deutscher Follow Friday, 29. August 2014

Und schon ist eine Woche vorbei und es ist wieder "Follow Friday". Und auch dieses Mal bin ich dabei. :D



Aufgabe: Wir suchen Geheimtipps! Habt ihr ein Buch, von dem ihr denkt, das es unbedingt gelesen werden muss? Bestimmt! Einzige Schwierigkeit: Es darf keine Reihe sein, sondern ein Einzelband. (Angefangene Reihen haben wir wahrscheinlich alle mehr als genug!)

Das ist tatsächlich keine einfache Aufgabe, denn ein Geheimtipp sollte meiner Meinung nach ein Buch sein, dass sicherlich nicht jeder kennt. Mein Geheimtipp ist ein Kinderbuch, in England ein echter Klassiker, der obwohl bereits in den 1940ern erschienen noch nie in Deutschland veröffentlicht wurde. Wer allerdings gerne Englisch liest, der sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Titel: Gobbolino, the witch's cat
Autor: Ursula Moray Williams
Verlag: Pan Macmillan, Hardcover
Seiten: 256

Sprache: Englisch (Original)

Inhalt: Gobbolino, der kleine Hexenkater mit der weißen Pfote und den strahlend blauen Augen wäre lieber ein ganz gewöhnlicher Hauskater, also macht er sich auf die Suche nach seinem Wunschzuhause. Doch wo immer er hin kommt, überall wird er angefeindet. Man wirft ihm vor die Milch sauer werden zu lassen und egal welches Unheil passiert, er soll es gewesen sein. So zieht er von Ort zu Ort. Wird er seinen Platz finden?


-> http://abookshelffullofsunshine.blogspot.de/

Donnerstag, 28. August 2014

Mord im Spiegel oder Dummheit ist gefährlich von Agatha Christie


Titel: Mord im Spiegel oder Dummheit ist gefährlich
Autor: Agatha Christie
Reihe: Miss Marple Bd. 9 (inkl. der Kurzgeschichten-Sammlungen)
Verlag: Scherz, gebunden
Seiten: 257

Rezension: Miss Marple ist nach einer schweren Bronchitis immer noch geschwächt und muss das Haus hüten. Unter den wachsamen Blicken ihrer Pflegerin Miss Knight ist es ihr schier unmöglich auch nur ungesehen das Haus zu verlassen. Deshalb bekommt sie zuerst nicht viel davon mit, als eine berühmte Hollywoodschauspielerin in den kleinen Ort zieht. Ein viktorianisches Herrenhaus soll als neues Domizil herhalten und wird nach weitreichendem Umbau stolz der Öffentlichkeit präsentiert. Ein fröhliches Fest soll es werden, doch dann geschieht ein Mord. Ein Gast und großer Fan der Schauspielerin, eine Frau mittleren Alters stirbt an einer Vergiftung. Die Gastgeberin Marina Gregg, die seit der Geburt ihres behinderten Sohnes an schweren Depressionen leidet, scheint das eigentliche Opfer gewesen zu sein. Chefinspektor Craddock von Scotland Yard ermittelt und bittet Miss Marple um Hilfe. Da passieren weitere Morde …

Leider ist Miss Marple in diesem Band eher eine Nebenrolle, jedenfalls was die Häufigkeit ihres Erscheinens im Roman angeht. Chefinspektor Craddock leistet den größten Teil der Ermittlungsarbeit. Bis auf wenige Ausnahmen sitzt Miss Marple zuhause fest, überwacht von ihrer Pflegerin Miss Knight. Miss Marple wird jedoch von ihrer Freundin Miss Bantry und ihrer Haushaltshilfe Cherry auf dem Laufenden gehalten. Als dann der Mord passiert, blüht sie langsam wieder auf und sagt sich zum Schluss sogar von ihrem Hausdrachen los. Und genau an dieser Stelle bekommen wir dann endlich wieder unsere gute alte Miss Marple zurück, wie wir sie kennen und lieben. Sie ist es auch, die zum Schluss die Geschehnisse richtig deutet und erkennt, was hinter den Morden steckt.

Die Auflösung war zwar keine Überraschung, da ich in dieser Richtung gleich zu Anfang etwas vermutet hatte, doch die zahlreichen Geheimnisse, die aufgedeckt wurden und Schlenker, die der Handlungsverlauf gemacht hat, haben mich immer wieder ins Grübeln gebracht. Alles in allem sicher nicht der beste Miss Marple Roman, aber ein Muss für Fans, schon allein wegen des tollen Charakterdesigns der Akteure und dem typischen St. Mary Mead Flair.

Wertung:

Noch mehr Tauschgnom ...

Und noch mehr Post von Tauschgnom. Da auch die Bände von Suzanne McLeod zu einer Reihe gehören und noch dazu Band 1 und 3 sind, habe ich mit über Tauschgnom Band 2 geholt. Mit dem sinnigen Titel "Der kalte Kuss des Todes". Da es ein 2:1 Tausch war, hab ich noch "Kein einsames Grab von Martin Edwards" dazu genommen. Juhu, meine SUB Berge werden langsam zu RUB Schluchten. ;)


Mittwoch, 27. August 2014

Neuzugänge

Nachdem ich mir Samstag auf dem Flohmarkt "Gemmas Visionen von Libba Bray" gekauft habe, hab ich festgestellt, dass es sich dabei um eine Trilogie handeln. Nun habe ich abgeschlossene Reihen gerne erst vollständig, bevor ich mit Lesen anfange, damit ich dran bleiben kann. Zum Glück hatte ich bei Tauschgnom noch einige Token und Band 2 und 3 wurden gerade erst eingestellt. Habe also gleich zugegriffen. ;)
Heute sind die beiden Bände bereits angekommen. Mit jedem Band sind sie dicker geworden. Freu mich schon auf's Lesen.


Fossil von Caitlín R. Kiernan

Titel: Fossil
Autor: Caitlín R. Kiernan
Reihe: Chance Series Bd. 1
Verlag: Rowohlt, Taschenbuch
Seiten: 433

Rezension: Ein psychedelischer Albtraum in Romanform, der damit beginnt, dass Chance vom Schicksal gebeutelt und aufgestachelt von dem seltsamen Albinomädchen Dancy, zusammen mit ihrem Ex Deke und dessen Neuer Sadie, versucht das Geheimnis um den Tod ihrer Großmutter und einer Nacht im Wasserwerkstunnel zu lösen. 


Was interessant beginnt, mit Anspielungen auf eine neue Spezies einer nur scheinbar ausgestorbenen Trilobitenart und mysteriösen Geschehnissen in eben jenem Wasserwerkstunnel, die nie mehr als eine Randbemerkung bleiben, spinnt sich zusammen zu einer Hetzjagd aus Schatten und Alkohol, voll wirrer Prophezeiungen. Die ach' so poetische Sprache der Autorin wirkt meist eher, als versuche sie gequält uninteressantes Füllmaterial der Geschichte in möglichst schillernder und ungelenker Sprache spannender wirken zu lassen, als es der Fall ist. Dazu verschachtelte Sätze voller Wörter, die dichterisch klingen sollen, aber oft frei erfunden wirken. Das Ganze endet in der frustrierenden Feststellung, dass alle offenen Enden zu Geheimnissen, die einem am Weiterlesen gehalten haben für die Tonne sind. Wirkt der Schluss doch mehr, als hätte die Autorin schlagartig genug gehabt von ihrem eigenen Hirngespinst und das Ganze zu einem wenig zufriedenstellenden Ende geführt, nur damit sie endlich fertig ist. Schade, das Grundkonzept hatte Potenzial, wurde jedoch glatt an die Wand gefahren.

Wertung:


Inzwischen ist mit "Kreatur" ein zweiter Band der Reihe erschienen. Ich werde mir diese Fortsetzung allerdings nicht antun.

Dienstag, 26. August 2014

Alcatraz und die dunkle Bibliothek von Brandon Sanderson

Titel: Alcatraz und die dunkle Bibliothek
Autor: Brandon Sanderson
Reihe: Alcatraz Bd. 1
Verlag: Heyne, Hardcover
Seiten: 301

Rezension: Das vorliegende Buch ist lediglich der erste Band einer neuen Serie und liest sich fast wie eine etwas zu lang geratene Einleitung. Trotzdem hat das Buch etwas. Es ist eindeutig anders, mit seinem Helden, der sich selbst immer wieder als bösen Menschen bezeichnet und so gar nichts von Mut und Heldentum wissen will. Die Welt, in die Pflegekind Alcatraz nach seinem 13. Geburtstag hineingerät scheint so völlig auf den Kopf gestellt, dass er dem alten Mann zunächst nicht so recht glauben mag, der ihm erzählt er wäre sein Enkel. Sein persönlicher Fluch alles kaputt zu machen, das er berührt, soll gar ein unglaubliches Talent sein. Dazu ein Beutel geheimnisvoller Sand als Erbe, der auch noch gestohlen wird. Und dann ist da noch die Sache mit den Bibliothekaren, böse Bibliothekare, die nach der Macht streben. Aber mehr sei nicht verraten, Spione könnten sich auch hier auf Blogspot verstecken.

Schade ist nur, dass es keiner der Charas geschaft hat bei mir einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, man fiebert nicht mit, wenn es gefährlich wird. Klar, sie sind ungewöhnlich und schrullig, aber noch fehlt es mir an einer Verbindung zu ihnen. Vielleicht ändert sich das noch in den folgenden Bänden. Auch die ständigen Unterbrechnungen und das Abschweifen des Erzählers "Alcatraz" selbst, empfinde ich als störend. Es zieht das Buch nur unnötig in die Länge, macht es aber nicht spannender, im Gegenteil.

Alles in allem also der Einstieg in eine neue Serie mit Potential nach oben. Die Idee ist aber auf jeden Fall ganz anders und erinnert vom Stil her tatsächlich etwas an Lemonie Snicket. Also ruhig zugreifen und der ungewöhnlichen Geschichte eine Chance geben. Ich werde mir sicher Band 2 anschaffen und bin gespannt, wie sich die Serie noch entwickelt.

Wertung:




Leider sind nur Band 1 und 2 als gedrucktes Buch in Deutsch erschienen. Die restlichen Bände sind lediglich als eBook erhältlich, aber längst nicht mehr überall.

Montag, 25. August 2014

Das Affenhaus von Sara Gruen

Titel: Das Affenhaus
Autor: Sara Gruen
Verlag: Kindler, gebunden
Seiten: 416

Rezension: Kurz nachdem John zusammen mit seinem Team das Forschungslabor von Isabel und ihren Bonobos besucht hat, einem Sprachlabor welches die sprachlichen Fähigkeiten von Bonobos erforscht, wird das Labor Opfer eines Anschlags. Dabei wird Isabel schwer verletzt und die Affen flüchten in Panik nach draußen. Als scheinbare Verursacher outet sich eine militante Tierschutzorganisation. Nachdem man die Bonobos wieder eingefangen hat, werden sie verkauft, aus Angst vor weiteren Anschlägen. Als Isabel entlassen wird versucht sie die Verkäufer zu ermitteln, doch die Bonobos scheinen wie vom Erdboden verschluckt. John währenddessen, kämpft mit beruflichen und privaten Veränderungen. Seine Frau, eine gescheiterte Autorin, will sich als Drehbuchautorin versuchen, er verliert seinen alten Job und kommt bei einem Revolverblatt unter, von dem er sich zunächst nicht viel erhofft.

Nach und nach kommt Isabel zusammen mit der Praktikantin Celia auf die Spur ihres Ex-Verlobten Peter, der Drahtzieher der ganzen Sache zu sein scheint. Da tauchen die Affen plötzlich als Akteure einer Live-Fernsehshow wieder auf, die sich schlicht „Das Affenhaus“ nennt. Doch die Zeit tickt, denn eines der Bonobo Weibchen ist hochträchtig und die Quoten bringen nicht den gewünschten Erfolg …

Die ersten Kapitel dienen dazu die Hauptcharaktere einzuführen und uns mit den Bonobos bekannt zu machen. Man erfährt hier viel wissenswertes zu unseren oft unterschätzten Verwandten. Außerdem bieten die Charaktere jede Menge Möglichkeiten zur Entwicklung der Geschichte und machen neugierig wie es weitergeht.
Was so langsam beginnt hat einen ersten Höhepunkt in der Explosion, die das Labor zerstört und Isabel, die Forscherin, die sich mit den Bonobos befasst, schwer verletzt. Es macht einen wütend zu lesen, wie die Menschen anschließend mit den zu Tode verängstigten Bonobos umgehen, indem sie sie einfach von den Bäumen schießen. Isabel kann vom Krankenhaus aus nur hilflos zusehen und auch als sie entlassen wird ist sie zunächst so zwischen Angst und Sorge gefangen, dass ihre Versuche die Bonobos wieder zu finden halbherzig wirken. Nicht ganz deutlich wird hier wie viel Zeit genau zwischen den einzelnen Genesungsphasen vergangen ist. Ob die zeitliche Abfolge da ganz stimmt ist nicht klar, vor allem da eines der Weibchen schon zu Beginn tragend ist, die Heilung und einzelnen OPs von Isabel aber mindesten mehrere Monate gedauert haben müssen.
Ab etwa der Mitte beginnt das Tempo dann etwas anzuziehen, sowohl im privaten Bereich der Charakter, als auch in Sachen Bonobos kommt langsam Schwung auf. Die einzelnen Erzählstränge beginnen sich langsam anzunähern und machen Sinn. Selbst die Nebengeschichte um John und seine Frau Amanda wirkt nicht aufgesetzt, sondern gibt eine interessante Randhandlung ab.
Als Isabel und John dann endlich gemeinsam versuchen die Bonobos zu retten, geht es auf einmal fast schon zu schnell zu Ende. Es werden zum Schluss jedoch noch einmal ein paar liebenswerte neue Charaktere eingeführt. Die Auflösung der privaten Twistigkeiten der einzelnen Personen ist sehr gelungen gelöst. Überhaupt hat mir die Mischung aus persönlichen Problemen, die jeder Chara mit sich herum tragen musste und dem großen gemeinsamen Kernpunkt, die Affen zu retten sehr gut gefallen. Es hat die Charaktere greifbarer und menschlicher werden lassen. Vor allem Isabel macht hier eine erstaunliche Wandlung durch, von der introvertierten Wissenschaftlerin hin zur weltoffenen Frau.

Insgesamt muss ich nun sagen, dass es dem Buch gelungen ist mein Bild über Menschenaffen zu ändern. Habe viel erfahren, was man sonst eher weniger über die Tiere erfährt und oft leider auch fehlinterpretiert. So zum Beispiel die Sache mit der "Scheiße werfen"! Es wirft ein ganz anderes Bild auf unsere nächsten Verwandten, wenn man sich ihrer Intelligenz erst einmal richtig bewusst wird und vor Augen hält, dass ihr Verhalten genauso von Gefühlen gesteuert wird wie unseres und nicht nur von reinem Instinkt. Ich bin eine ausgesprochene Tierfreundin, aber selbst ich unterschätze manche Tiere leider immer noch. Und die Bonobos werden da wohl nicht die einzigen sein, denen es mit uns Menschen so ergeht. Leider!

Irreführend jedoch ist die Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches, denn die Affen flüchten nicht und müssen aufgrund dessen gesucht werden, sondern sie werden eingefangen und verkauft.

Mein Fazit, ein Thriller, dessen Schwerpunkt nicht auf Aktion liegt, sondern dem menschlichen bzw. tierischen Zwischenspiel und vor allem den Verbrechen, denen Tiere unter uns Menschen immer noch viel zu oft zum Opfer fallen. Es ist ein Anstoss umzudenken, ein leichter wissenschaftlicher Thriller mit weit sichtbarer Botschaft: Tiere als fühlende und intelligente Wesen zu akzeptieren.

Info: Bitte das Nachwort auf keinen Fall überlesen, schon allein wegen der interessanten weiterführenden Literatur, die uns die Autorin hier nennt.

Wertung:

Sonntag, 24. August 2014

Witches of East End von Melissa de la Cruz

Titel: Witches of East End
Autor: Melissa de la Cruz
Reihe: Witches of East End Bd. 1
Verlag: Hyperion, gebunden
Seiten: 288
Sprache: Englisch (Original)

Rezension: Freya, Ingrid und Joanna Beauchamp sind keine gewöhnlichen Menschen, einst waren sie Götter. Doch Joanna und ihre zwei Töchter wurden aus der eigenen magischen Welt verbannt und sind auf der Erde gestrandet. Hier bezeichnet man sie schlicht als Hexen, es ist ihnen jedoch verboten ihre Kräfte zu nutzen. Nach etlichen Leben ohne Magie, verstößt eine nach der anderen gegen dieses Verbot, um die Bewohner des kleines Ortes, den sie Heimat nennen, zu schützen. Freya mit ihren Liebestränken, Ingrid, die jedes Zipperlein zu heilen vermag und Joanna, die selbst den Tod zu bezwingen scheint.
Eine finstere Macht aus ihrer Vergangenheit spinnt ihr dunkles Netz um sie und pflanzt seine dunkle Saat in die Seelen der Bewohner von North Hampton. Bald schon kommt es zu ersten Todesfällen und alles scheint mit einer dunklen Masse zusammen zu hängen, die das Meer vor der Küste verseucht.
Freya, hin und her gerissen zwischen ihrem scheinbar perfekten Verlobten und seinem verbotenen Bruder, kämpft mit einem Versprechen aus ihrem früheren Leben. Ingrid, die ewige Jungfrau, die endlich lieben lernt und Joanna, dazu verflucht ihren Töchtern immer wieder das Leben zu schenken, ohne die Chance ihren zurück gelassenen Sohn jemals wieder zu sehen. Alle Drei kämpfen sie gemeinsam und bekommen sogar Hilfe von unerwarteter Seite. Die ist auch bitter nötig, denn das Dunkel droht die ganze Welt der Sterblichen zu vernichten.

Ich hab mir den ersten Band zugelegt, nachdem ich die ersten Folgen der gleichnamigen Fernsehserie angesehen hatte und muss sagen, das Buch ist noch um längen besser. Das Charakterdesign unterscheidet sich erheblich. Die Mädels wissen um ihre Macht und ihre früheren Leben, doch wurde auf Grund eines in der Vergangenheit liegenden Ereignisses ein Zauberverbot verhängt. Eine Tante Wendy sucht man vergebens. Joanna hat zwar eine Schwester, doch die ist das glatte Gegenteil zur TV-Tante und wird nur am Rande erwähnt. Auch der Gegner der Beachamps ist ein anderer und das macht das Ganze um einiges stimmiger, als in der Serie. Der Bezug zur Nordischen Mythologie ist viel deutlicher heraus gearbeitet.

Alles beginnt recht ruhig, die Story entwickelt sich eher langsam, ohne große Actionszenen, ist aber trotzdem niemals langweilig. Hier und da werden immer wieder kleine Hinweise wie Brotkrummen eingestreut und ergeben zum Schluss ein rundes Ganzes.

Es gibt kein sofort ersichtliches schwarz-weiß Schema, man schwankt während dem Lesen immer wieder zwischen den Charas und rätselt, wer nun ein falsches Spiel spielt. Die Auflösung war wirklich genial und wird von einem spannenden Showdown gekrönt. Absolute Leseempfehlung! Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis ein deutscher Verlag sich die Rechte sichert.

Wertung:




Die gesamte Reihe umfasst 3 Bände und eine Kurzgeschichte, die leider nur als eBook zu haben ist:

1. Band - The witches of east end
2. Band - Serpent's Kiss
3. Band - Winds of salem
Bonusgeschichte: Prequel - Diary of the White Witch

Deutscher Follow Friday 22. August 2014 mit Verspätung


Leider habe ich diese tolle Aktion erst heute entdeckt, hoffe aber es ist okay, dass ich trotzdem noch mit mache.



Die Aufgabe: Werden wird doch mal ein bisschen interaktiv. Stellt euch mit geschlossenen Augen vor euer Bücherregal und dann macht sie auf. Nennt mir das erste Buch, auf das euer Blick fällt. Und nicht schummeln!

Nun stellt sich mir erst einmal die Frage, vor welches meiner unzähligen Regale in welchem Zimmer ich mich stellen soll?! ;) Nachdem meine Entscheidung auf mein Bücherzimmer gefallen ist, drehe ich mich erst einmal mit geschlossenen Augen im Kreis - Schummeln ist also unmöglich! Und ... tada ... mein Blick fällt auf: "Das Kind von Sebastian Fitzek". Es seht bei mir im zweiten Regal ganz oben links. Ich gestehen, ich habe es noch nicht gelesen, weil ich Thriller erst vor kurzem für mich entdeckt habe. Wenn es allerdings nur halb so gut wie "Nachtwandler" ist, dann werde ich begeistert sein. Ich glaub ich hab mich ein paar Mal zu viel gedreht, jetzt ist mir schwindelig. O.o

Freu mich jetzt schon auf die Aktion nächsten Freitag. :D

-> http://abookshelffullofsunshine.blogspot.de

Samstag, 23. August 2014

Bücherglück

Da heute Morgen die Sonne schien, bin ich seit Langem endlich mal wieder auf den Flohmarkt. Ohne große Hoffnung überhaupt ein Buch zu finden, denn die letzten Male davor hab ich absolut nix gefunden. Und was soll ich sagen, dieses Mal hatte ich eindeutig mehr Glück.


Für die Bücher inkl. dem Lesezeichen hab ich zusammen 10,50€ bezahlt, wenn ich mich nicht verrechnet habe. ;) Die schicke Buchhülle habe ich für nur 1,50€ ergattert. So süß die Eulen, oder? Dank meinem Flomarkt-Shopping hab ich endlich Band 3 und 4 von House of Night, da ich bisher nur die ersten zwei Bände mein Eigen nennen konnte. :D
Und während ich schon dabei war den Eintrag zu tippen, klingelt es an der Tür und der Postbote bringt mein Weltbild Bücherpaket. Die haben zum Leidwesen meines Geldbeutel ja auch gerade wieder Bücher reduziert ab 99cent drinnen stehen.


Bei "Hundeliebe von Caroline Luhring" fand ich schon allein das Cover so süß, dass ich es einfach haben musste. Nach einer Sammlung von Sherlock Holmes Bänden hab ich schon eine Weile gesucht. Bei 14,99€ für neun gebundene Exemplare im Schuber, musste ich zugreifen. Und das Beste, sie sind ungekürzt und in der alten (guten) Übersetzung. Hoffe sie bringen sowas auch noch einmal für die Miss Marple Bände raus. 

Freitag, 22. August 2014

15. Mai 2014 bei Starbucks

Die Geschichte zum Bild ist zwar schon ein Weilchen her, aber sie gehört einfach auf meinen Bücherblog: Wir stehen im Starbucks, überall Poster von einem Night School Gewinnspiel. Aber nichts genaueres dabei. Ich also zur Verkäuferin und neugierig wie ich bin gefragt, was es damit auf sich hat. Kaum ausgesprochen greift sie hinter sich ins Regal, reicht mir das Night School (Bd. 4) Buch, das dort steht und meint: "Du hast gewonnen!" Ich hab ziemlich blöd geschaut. Offenbar gab es drei Exemplare der Bücher zu gewinnen und die ersten Drei, die gefragt haben, waren automatisch Gewinner. Hahahaha .... also ich!!! Meine Neugier zahlt sich endlich mal aus.

Donnerstag, 21. August 2014

Im Rausch der Stille von Albert Sánchez Piñol

Es gibt wenige Bücher, die ich so schlecht fand, dass ich sie weiter verkauft, getauscht oder sogar verschenkt habe. Dieses ist eines davon. So ziemlich das schlechteste Buch, das ich jemals bis zum Ende durchgehalten habe. Eine herbe Enttäuschung!

Titel: Im Rausch der Stille
Autor: Albert Sánchez Piñol
Verlag: S. Fischer, gebunden
Seiten: 256

Rezension: Was noch durchaus spannend beginnt auf einer kleinen abgeschiedenen Insel, die von Wesen aus dem Meer angegriffen wird, entwickelt sich zu einer endlosen Aneinanderreihung aus Perversionen und Brutalität.

Ein Wetterforscher, der seine Arbeit auf einer fast verlassenen Insel aufnimmt, wird bereits in der ersten Nacht von Kreaturen aus dem Meer angegriffen. Ohne jeden Grund, wie es anfangs scheint. So flüchtet er sich zu seinem Vorgänger, dem Leuchtturmwächter, von der Einsamkeit bereits des Verstandes und der Menschlichkeit beraubt. Dort muss er feststellen, dass sich dieser ein weibliches Meermonster als Sexsklavin hält. Dieses Weibchen scheint auch der Grund für den Groll der Froschmenschen zu sein. Zwischen Abscheu vor seinem Leidensgenossen und unsagbarer Panik vor den nächtlichen Attacken der Kreaturen, entdeckt auch er nach einer Weile seine Vorliebe für den weiblichen Froschmenschen.

Während einiger Augenblicke scheint es fast so, als würden die gänzlich unsympathischen Charaktere doch noch ein Verständnis für die ihnen fremden Lebewesen entwickeln, doch weit gefehlt.

Die Story trieft geradezu vor Langeweile und Belanglosem. Ist bestenfalls noch verstörend, aber meist widert sie einen einfach nur an. Selten war ich so enttäuscht von einem Roman, wie von „Im Rausch der Stille“. Insgesamt lässt sich der Inhalt mittels zweier Worte zusammenfassen: Perversion und Brutalität. Im weitesten Sinne geht es in dem Roman um zwei zoophile Geisteskranke.

Spart euch lieber das Geld und die Zeit und macht um dieses Buch einen riesen Bogen. Es ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt steht.


Wertung:

Dienstag, 19. August 2014

Sonea oder die Sache mit der Reihenfolge

Heute war "Sonea - Die Hüterin von Trudi Canavan" in der Post. Ein Buch, das ich von einem ganz lieben Tauschgnom bekommen habe. Wollte ich schon immer einmal lesen. Die Sache ist im Moment nur die, Sonea ist eine Bücherreihe, die an zwei andere Bücherreihen anschließt. Verwirrend, wie ich finde. Reihen über Reihen innerhalb von Serien, aber bis auf einen kurzen Satz hinten auf dem Buchrücken findet sich darauf kein Hinweis. Lob an all' jene, die einen genaueren Blick in den hinteren Buchumschlag werfen. Wieso nummeriert man solche Sachen nicht richtig durch. Direkt auf dem Buchrücken oder Cover, damit jedem gleich klar ist, mit welchen er anfangen muss. Kann ich Sonea nun lesen, ohne die Vorgeschichte zu kennnen?

Der hintere Buchumschlag gibt dazu folgende Angaben:

Die Gilde der schwarzen Magier
1. Die Rebellin
2. Die Novizin
3. Die Meisterin

Die Vorgeschichte von "Die Gilde der schwarzen Magier"
- Magie

Die Sonea-Saga:
1. Die Hüterin
2. Die Heilerin
3. Die Königin

Und liest man die Vorgeschichte vor "Die Gilde der Schwarzen Magier" oder dem Erscheinungsdatum nach, erst hinterher? Fragen über Fragen. Deshalb bin ich eher kein Freund von langwierigen Reihen, Serien, Sagas etc! Ein guter in sich abgeschlossener Roman ist mir lieber. Die Sonea-Saga will ich aber trotzdem lesen und werde es nun erst einmal ohne Kenntnisse der vorangegangen Reihen tun. Wir dürfen gespannt sein. :D

Vielleicht weiß in diesem Fall sogar einer von euch Rat?

Montag, 18. August 2014

Bücherschrank Fund

Na, was sagt man dazu? Da bin ich gerade im Rathaus was erledigen, muss warten und lasse meinen Blick über den öffentlichen Bücherschrank schweifen und schon springt mich ein Buch an und will unbedingt mitgenommen werden. Die Bitte konnte ich dem blättrigen Teilchen natürlich nicht abschlagen. Deshalb hat "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce" nun ein neues Zuhause bei mir gefunden. Ich sehe die SUB-Stapel schon um mich schwanken. Seit der Buchmesse auf der es damals vom Verlag vorgestellt wurde, steht das Teil schon auf meiner Wunschliste. Ich hab schon begeisterte und total enttäuschte Leserstimmen dazu gehört. Jetzt bin ich gespannt wie es mir gefällt.

Nun würde mich natürlich interessieren: Welches Buch habt ihr zuletzt aus einem öffentlichen Bücherschrank mit nach Hause genommen?

Das Moor des Vergessens von Val McDermid

Titel: Das Moor des Vergessens
Autor: Val McDermid
Verlag: Knaur, Taschenbuch
Seiten: 537

Rezension: Eine Moorleiche mit Tattoos aus der Südsee. Ein Fund der bei Literaturwissenschaftlerin Jane Aufregung auslöst. Hat sie doch schon lange die Vermutung, dass der Rädelsführer der Meuterei auf der Bounty es seinerseits nach England zurück geschaft haben könnte, um seinen Ruf reinzuwaschen. Darauf deuten nicht nur hartnäckige Gerüchte, sondern auch ein mysteriöser Brief hin, der auf ein verschollenes Manuskript von Wordsworth zu eben jenem Thema schliessen lässt.
Jane ist nicht die einzige, die dieses Manuskript unbedingt haben will, doch ihr Gegenspieler geht dafür über Leichen.

Ein spannender Fund, der Stoff für einen super Krimi mit geschichtlichem Hintergrund geliefert hätte, jedoch neben dem zwischenmenschlichen Psychogequatsche komplett ins Abseits gerät. Dieser Satz beschreibt das ganze Buch. Sicher, vom rein technischen Aspekt betrachtet ist das Buch gut geschrieben, nur Spannung kommt deshalb noch lange nicht auf. Bis überhaupt etwas halbwegs spannendes passiert dauert es schon beinahe 200 Seiten. Die Charaktere sind alle bis auf den letzten absolut unsymphatisch oder bleiben blass und farblos. Vom Schluss, bei dem man sich komplett verarscht vorkommt, will ich mal gar nicht reden. Man hat einfach das Gefühl sich durch die 537 Seiten umsonst gequält zu haben. Selbst, wenn das Buch auf die Hälfte gekürzt worden wäre, würde es noch vor Belanglosem strotzen. Zwei Sterne für die gute Grundidee und das schreiberische Talent, das aber leider in einer gähnend langweiligen Storyline untergeht.


Wertung:

10 Warnsignale, an denen du erkennst, dass du zu viele Bücher hast!


1. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn du sie alphabetisch ordnen willst und den ersten Raum für »Aachen« einrichtest.
2. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn du, um den Überblick zu behalten,  einen Amazon-Lagerhallen-Roboter bestellst.
3. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn du Heiligabend bei der Bescherung sagst: »Hab´ ich schon, hab´ ich schon, hab´ ich schon, oh, ein Paar Socken!«
4. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn dein Buchhändler neben deiner Wohnung eine Zweigfiliale eröffnet.
5. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn du das Fernsehprogramm nicht nur für doof erklärst, sondern auch tatsächlich nicht mehr einschaltest.
6. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn deine Kinder flüssig lesen können.
7. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn du denkst, du könntest mal wieder unter die Leute gehen und feststellen musst, dass der Raum keine Tür mehr hat.
8. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn dir auffällt, wie viele Rechtschreibfehler andere Leute machen.
9. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn sich zwischen deinen Bücherstapeln ein Minotaurus ansiedelt.
10. Du weißt, dass du zu viele Bücher hast, wenn du zur Wohnung unter dir gehst, um den Nachbarn zu fragen, ob sich die Decke durchbiegt, dabei aber feststellst, dass es keine Wohnung unter dir mehr gibt.

gefunden auf -> Markustillmanns.de

Sonntag, 17. August 2014

Ashby House von V. K. Ludewig


Titel: Ashby House
Autor: V. K. Ludewig
Reihe: Shalott Series Bd. 1
Verlag: Dtv, eBook
Seiten: 316

Rezension: Laura zieht mit ihrer, durch sie verschuldet, gehbehinderten Schwester Lucille in ein altes Herrenhaus an der englischen Küste, das seit Jahrzehnten leer stand. Im angrenzenden Dorf gibt es zahlreiche Gerüchte zu diesem als Spuckhaus verschrienen Anwesen und dessen früheren Besitzern, die unter mysteriösen Umständen verschwanden. 


Die Schwestern sind auf der Flucht vor Hollywood. Lucille da sie seit ihrem Unfall ihre Karriere als Fotografin auf Eis legen musste, Laura, weil man ihr die Schuld für Lucilles Unglück gibt. In Ashby House, abseits von Hollywood, hoffen sie zur Ruhe zu kommen, doch Lucille hat noch etwas ganz anderes im Sinn.

Schon bald kommt es zu ersten unerklärlichen Phanomänen. Da der ganze Spuck vom zweiten Stockwerk ausgeht, wird dieser alsbald von Laura und dem Diener der Schwestern, Steerpike, begutachtet. Was sie dort vorfinden, lässt ihnen sprichwörtlich die Haare zu Berge stehen. Trotzdem wagt es die im Rollstuhl sitzende Lucille später alleine nach oben und verschwinden in einem der Zimmer spurlos. Und sie soll nicht das letzte Opfer des Hauses bleiben.
Ganz ehrlich, so schlecht finde ich das Buch gar nicht. Einige störende Sexszenen und viel Hollywood Blabla, aber ansonsten ein leichter Gruselroman für Zwischendurch, den ich wirklich gerne gelesen habe. ;) Keiner der Charaktere ist, was er vordergründig zu sein vorgibt, selbst die anfangs gänzlich unsympatische Lucille erweist sich als vielschichtiger, denn gedacht. Und das Ende hält einige amüsante Überraschungen parat. 

Sicher es gibt einige Szenen und Begebenheiten, die beinahe zuviel des Guten sind und übertrieben wirken, doch wer sich darauf einlässt, wird mit unterhaltsamen Lesestunden belohnt. Gerade dieser Pygmäen ähnliche Eingeborenenstamm, der auch darin vorkommt, hat mich sehr an Charlies Schokoladenfabrik erinnert. Aber mehr möchte ich nicht verraten! 

Man kann zwar nicht behaupten bei den Figuren einen wirklichen Liebling zu haben, Symphatiepunkte vermag keiner großartig abzustauben, doch interessant sind wirklich alle Figuren. Bei einigen ahnt man bereits, dass da noch etwas im Hintergrund lauert und rätselt, was da noch kommen mag. Die Figuren fügen sich in die Geschichte ein, die, das gebe ich zu eine ungewöhnliche Gruselgeschichte darstellt. Und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb, hat sie mich mehr überzeugt, als so manch anderer Roman des Genre. Im Unterschied zu vielen anderen Gruselromanen, passiert hier tatsächlich etwas gruseliges und wird nicht nur angedeutet, was sich auch in der Grundstimmung des Roman widerspiegelt, die noch zusätzlich von dem Zwist der beiden Schwestern angefeuert wird.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Roman aus dem Gruselgenre, der es jedoch wert ist, dass man ihm eine Chance gibt. Man sollte jedoch keinen geradlinigen Gruselroman und Einheitsbrei erwarten, denn Ashby House hat seinen ganz eigenen Charme.

Übrigens ist mit "Oper der Phantome" auch bereits ein zweiter Band erschienen. :) Es gibt also ein Wiedersehen mit einigen Charakteren aus Band 1.



Wertung: